Musik von Mozart macht Kinder schlauer
Wäre es nicht schön so einen Life Hack zu haben? Dem Säugling in der Wiege einfach jeden Abend zum Einschlafen Eine kleine Nachtmusik vorspielen und man kann die IQ-Punkte förmlich klettern sehen. Leider ist es auch hier nicht ganz so einfach und es scheint, als würde klassische Musik doch keinen nenneswerten Mozart-Effekt auf die Intelligenz der Kinder haben.
Alles begann mit einer amerikanischen Studie, die im Jahr 1993 in der Fachzeitschrift nature erschien. Die Forscher von der University of California, Irvine zeigten, dass Studenten, die vorher Mozarts Sonate für zwei Klaviere in D-Dur gehört hatten, in einem anschließenden Intelligenztest circa 9 IQ-Punkte (also ca. 10%) besser abschnitten, als Studenten, die eine Entspannungs-CD hörten. Dieser Mozart-Effekt wurde alsbald in einem Buch beschrieben, namentlich patentiert und erhielt Einzug in Elternhäuser und Kindergärten überall in den USA.
Seitdem haben mehrere andere Wissenschaftler in eigenen Studien oder Metaanalysen (statistische Analysen über mehrere Studien hinweg) versucht Belege für den Mozart-Effekt zu finden, allerdings mit geringem Erfolg. So schloss die Metaanalyse Mozart Effect—Shmozart Effekt: A meta-analysis, dass bisherige Studien, die einen positiven Mozart-Effekt zeigten, wahrscheinlich dem Publikationsbias unterlagen. Das bedeutet, dass vermutlich viel mehr Studien durchgeführt wurden, die keinen Effekt zeigten – diese aber nie veröffentlicht wurden. Es scheint also, als wäre die IQ-Steigerung durch Mozarts Musik entweder gar nicht messbar oder aber so klein, dass es in der Praxis keine Auswirkungen mehr hat. Schade eigentlich!
Das habe ich sowieso nie geglaubt, auch wenn es schön einfach wäre. Auf die Spitze getrieben wurde diese Idee bei Matrix, wo Neo alle seine Fähigkeiten per Stöpsel eingespielt bekommt.